Laminat verlegen

Untergrund vorbereiten

Viele Bodenbeläge können als Unterlage einfach liegen bleiben, wodurch das mühevolle Entfernen und vorbereiten entfällt. Ansonsten wie folgt vorgehen:

1. Der Untergrund muss eben, glatt und trocken sein. Bei Estrich eine Trockenzeit von ca. einer Woche/cm Dicke berücksichtigen.
2. Unebenheiten können mit einer Richtlatte festgestellt werden.
3. Mit flüssiger Ausgleichsmasse können die Mulden gefüllt werden.
4. Mit einem breiten Spachtel oder Traufel wird die Masse glatt gestrichen.
5. Bei Anhydrit-Fließestrich und Rohbetondecken wird eine Feuchtigkeitssperre als Laminatunterlage aufgelegt.
6. Eine Trittschalldämmung aus Wellpappe, Kork oder Extruderschaum erhöht zusätzlich den Gehkomfort. Sie wird ebenfalls vollflächig ausgelegt.

Mit Klick-System leicht verlegen

Schnell und perfekt verlegt man Laminat mit Klick-System. Dieses revolutionäre Verlegesystem ersetzt die bisherige Verbindung zwischen den Laminatdielen. Statt Nut und Feder zu verleimen, werden die Laminatdielen einfach ohne Leim ineinander gewinkelt. Dabei entsteht ein völlig geschlossenes Oberflächenbild. Die Dielen richten sich selbst absolut gerade und daher fugenfrei aus. Sie werden so schnell, präzise
und enorm stabil verbunden, dass die Verbindung ein ganzes langes Laminatleben hält und dabei auch extreme Beanspruchung übersteht. Da die Laminatdielen leimfrei verbunden sind, können sie jederzeit wieder ausgebaut und an einer anderen Stelle neu verlegt werden ? gut bei Umzug oder  Einrichtungsstilwechsel.

1. Beginnen Sie die Verlegung in einer linken Zimmerecke. Wenn drei Reihen verlegt sind, kann der genaue Abstand zur Wand angepasst werden.
2. Nun die nächste Diele in einem Winkel gegen die erste drücken und hinunterlegen. Auf diese Weise mit der ganzen ersten Reihe fortfahren.
3. Die letzte Diele der ersten Reihe auf die richtige Länge sägen, die nächste Reihe
mit dem übrig gebliebenen Stück beginnen. Diele in einem Winkel gegen die zuvor verlegte Reihe drücken und gleichzeitig hinunterlegen. Die Reihen werden automatisch schnurgerade.
4.Schieben Sie den Verlegekeil (oder einen selbstgemachten 2,5 cm dicker Keil) unter das Kurzende der schon verlegten Diele links von der Diele, die Sie jetzt legen wollen.
5. Die neue Diele schräg an die Stirnseite der zuvor verlegten Diele ansetzen und hinunterlegen. Achten Sie darauf, dass sich die Diele beim Hinunterlegen nicht durchbiegt.

Abschlussarbeiten

1. Übergänge zu anderen Bodenbelägen oder in andere Räume werden mit Profilschienen kaschiert.
2. Entfernen Sie nun die Verlegekeileder Dehnungsfuge zu den Wänden und decken diese mit Sockelleisten ab. Sockelleisten gibt es in verschiedenen Farben und Profilen ? sie werden so an der Wand befestigt dass sich der Bodenbelag darunter frei bewegen kann. Holzleisten am besten mit Messingschrauben befestigen.

Leichtere Leisten können u.U. genagelt werden. Die Übergänge an zusammengefügten Leisten können mit Wachspaste in entsprechender Farbe verschlossen werden.

Tipps und Hinweise

Laminat - Der Aufbau

1. Schutzfolie, 2. Dekorpapier, 3. Trägermaterial, 4. Gegenzug

Fußböden werden oft stark beansprucht ? z.B. durch Stuhlrollen oder Pfennigabsätze. Laminat ist wie geschaffen für diese hohen Belastungen. Da das Dekor aufgedruckt wird, gibt es diesen modernen Bodenbelag in vielen Holznachbildungen, Farben sowie Stein- und Marmor-Reproduktionen. 

Nut und Feder

Laminatboden besteht aus Paneelen, die wie Holzdielen eine umlaufende Nut und Feder haben. Eine Selbstmontage ist dadurch leicht möglich.

Trägermaterial

Als Trägermaterial wird bei Laminat meist eine hochverdichtete Faserplatte (HDF) verwendet.

Dekorpapier

Auf der Trägerplatte sind die Dekorschicht und eine Melaminharzschicht, die für die nötige Belastbarkeit sorgt, unter Druck und Hitzeeinwirkung aufgepresst. Die hohe Strapazierfähigkeit wird durch die Harzschicht erreicht. 

Gegenzug

Auf der Unterseite sind Laminat-Paneele noch mit einem Gegenzug als Spannungsausgleich versehen. Dadurch wird ein Verziehen verhindert.

Abmessungen

Laminatelemente werden in Dielenform hergestellt. Die Abmessungen sind von Hersteller zu Hersteller etwas unterschiedlich. Eine geringe Einbauhöhe von ca. 6-8 mm macht Laminat zum idealen Material für Renovierungsarbeiten. 

Vorteile

Laminatböden mit Klicksystem haben feuchtgeschützte Kanten und sind jederzeit:

  • austauschbar
  • wieder verwendbar
  • sofort begehbar
  • besonders verlegesicher

Beispiele der Oberflächenvielfalt

Werkzeuge und Beanspruchungsklassen

Die Werkzeuge

Zollstock
Verlegekeile
Fuchsschwanz

Beanspruchungsklassen

Wohnen

z.B. Gäste- oder Schlafzimmer

Gewerblich

z.B. Hotelzimmer, Kleinbüro

Beanspruchung gering nach EN 13329

z.B. Wohn-, Ess- oder Kinderzimmer

z.B. Büro, Café, Boutique

Beanspruchung mittel nach EN 13329

z.B. Flur, Küche, Heimbüro

z.B. Großraumbüro, Kaufhäuser

Beanspruchung hoch nach EN 13329

Die Euro-Norm-Kennzeichnung dient als Orientierungshilfe

Anhand dieser Kennzeichnung können Sie genau erkennen welcher Boden für Ihre Ansprüche am Optimalsten geeignet ist.