Vorbereitungen

Vorbehandlung des Untergrundes

Schadhafte Stellen im Putz müssen vor den Streich- oder sonstigen Wandarbeiten ausgebessert werden. Mit einem Flachmeißel werden lockere Putzstücke und ein kleiner Bereich um diese Stelle entfernt.
Entfernen Sie Staub und Putzkrümel mit einem Handbesen oder einer Bürste. Dann die Fläche mit Wasser anfeuchten.
Nun einen Füllspachtel auftragen. Bei tieferen Schadstellen sollte der Füllspachtel in mehreren Schichten aufgetragen werden. Jeweils etwa eine Stunde trocknen lassen.
Nachdem die letzte Schicht aufgetragen ist, kann die Spachtelmasse mit einer Latte über die Fläche hinweg abgezogen werden. Vor dem endgültigen Aushärten der Masse kann diese nochmals leicht angefeuchtet werden und mit einer Traufel geglättet werden.

Anschließend die verspachtelte Fläche und unbehandelte Putze vor dem Farbauftrag grundieren. Die Farbe könnte sonst nach der Trocknung reißen.

Tipp:

Testen Sie die Untergrundsaugfähigkeit mit einem feuchtem Schwamm. Färbt sich die Stelle dunkel, ist eine Grundierung nötig. Kreidende Untergründe und Altanstriche müssen erst vollständig abgewaschen und grundiert werden. 

Die benötigte Farbmenge

Die einfachste Methode, den Farbbedarf zu bestimmen ist das Einteilen der Wände in rechteckige Segmente.

Segment Breite in m Höhe in m Fläche in m2 gerundet
A 1,0 2,5 2,5
B 0,8 1,5 1,2
C 0,8 2,5 2,0
D 1,0 0,5 0,5
E 0,4 2,5 1,0
F 1,5 2,5 3,8
G 1,4 0,4 0,6
H 1,4 0,8 1,1
 
Gesamtfläche 12,7

Ermitteln der Farbmenge

Mit der errechneten Fläche kann man leicht die entsprechende Gebindegröße ermitteln. Auf jedem Eimer mit Wandfarbe ist die Fläche aufgedruckt, die damit gestrichen werden kann. Sie haben damit die Sicherheit, dass Sie während der Streicharbeit ausreichend Farbe haben und keine unnötig großen Reste übrig bleiben. Die benötigte Farbmenge ist abhängig von der Untergrundbeschaffenheit. Nichtsaugende, glatte Untergründe benötigen tendenziell weniger Farbe als saugende oder strukturierte Untergründe.

Tipp:

Bei abgetönten Farben sollten Sie für spätere Reparaturarbeiten einen Rest im verschlossenen Behälter aufbewahren.      

Ablauf und Farbwirkung

Arbeitsschritte

Vor Arbeitsbeginn werden alle Heizkörper und Möbelstücke mit Abdeckfolie geschützt. Fenster- und Türrahmen gegen grobe Verschmutzung mit Kreppklebeband abkleben.
Werden unterschiedliche Farben verwendet, wird an den entsprechenden Farbübergängen mit Kreppklebeband abgeklebt.
Wandfarben sind weiß und werden auf den gewünschten Farbton abgetönt.
Dipersionsfarben weisen größtenteils eine geringe Spritzneigung auf und lassen sich leicht verarbeiten.
Beginnen Sie mit dem Farbauftrag an der Decke. Immer von der Lichtquelle aus (Fenster) arbeiten.
Anschließend die Wände ebenfalls von der Fensterseite herstreichen.

Tipp:

Streichen Sie im ?Kreuzgang?. Rollen Sie 2 bis 3 Bahnen gleichmäßig von oben nach unten. Anschließend die Farbe quer verteilen und zuletzt von oben abrollen.

Farbwirkung im Innenbereich

Mit der gezielten Verwendung von Farben können Raumdimensionen optisch verändert werden.

Kleine Räume erhalten bei der Verwendung heller, kühler Farben Weite und wirken optisch größer.
Große Räume wirken mit warmen und intensiven Farben lichtdurchflutet und freundlich.
Hohe Räume (in Altbauten) wirken optisch niedriger, wenn die Decke dunkler als die Wände gestrichen wird.
In niedrigen Räumen sollte die Decke in helleren Farbton gestrichen werden, als die Wände.
Störende Ecken und Kaminvorsprünge fallen weniger auf, wenn sie in der gleichen Farbe wie die Wände gestrichen werden.
Sollen Akzente gesetzt werden, um gerade solche Details hervorzuheben, erreicht man das mit kräftigen Farben, die sich von der Wandfarbe deutlich abheben.

Werkzeuge

Abdeckfolie
Abtönfarbe
Innenwandfarbe
Teleskopstab
Farbabstreifer
Kurzflorrolle