Richtig fliesen

Von unten Fliesen

Eine Richtlatte wird unten so befestigt, dass bei der untersten Reihe Bodenunebenheiten ausgeglichen werden können.
Fliesenkleber auftragen
Die erste Reihe auf der Richtlatte anlegen.
Die Fläche nach oben und dann die beiden Seitenstreifen verfliesen. Zum Schluss die Richtlatte abnehmen und die unterste Reihe fliesen.

Von oben Fliesen

Zuerst den oberen Fliesen­rand festlegen und eine Hilf­slinie ziehen.
Fliesenkleber auftragen und mit der obersten Fliesenreihe beginnen. Entsprechend der festgelegten Fliesen­symme­trie wird direkt in der Ecke oder mit Abstand für die späteren Teilstücke rechts und links begonnen.
Die Fliesen werden mit Druck und leichten Drehbewe­gun­gen in Position geschoben. Für den richtigen Fugen­ab­stand sorgen Fugenkreuze, die es für unterschiedliche Ab­stände gibt.
Mit diesen übergehängten Blechecken (Fliesenhexe kann eine Fliesenschnur gespannt und Fliesenreihen daran ausgerichtet werden. Das ist hilfreich, wenn die Markierung nicht mehr zu sehen ist.
Weitere Reihen verfliesen.
Bei der untersten Reihe werden u.U. Fliesenabschnitte benötigt. Zum Boden hin einen Abstand von mindestens einer Fugenbreite einhalten.
Bohrlöcher auf die Mittel­fliese übertragen.
An Außenecken die Fliesen um die Fliesendicke zuzüglich der Kleberschicht überstehen lassen. An der an­grenzenden Wand springen die Fliesen um eine Fugen­breite zurück. Noch einfacher geht es mit Eckschienen oder Jolly-Profilen, die Sie in vielen Abmessungen und Farben erhalten.
Bei kleineren Fliesenab­schnit­ten die Fliesenrückseite zu­sätzlich mit Kleber bestreichen.

Richtig verfugen

Wandfliesen verfugen

Vor dem Auftragen des Fugen­mörtels müssen die Fugen sauber, trocken und gleichmäßig tief sein. Kleberreste werden herausgekratzt.

Der Fugenmörtel wird nun auf die Fliesenfläche aufgetragen und schräg zur Fugenrichtung mit dem Fugengummi verteilt und eingeschlämmt.
In Gegenrichtung den restlichen Mörtel abziehen.
Wenn der Mörtel auf dem Fliesenbelag matt wird und in den Fugen ansteift, kann die Reinigung beginnen. Dazu mit einem feuchten Schwamm die Fugen randsauber glätten.
Den Fugenmörtel restlos von dem Belag entfernen und nach völliger Trock­nung der Fugen mit einem weichen Lappen nachpolieren.
Dehnungsfugen werden mit Sanitärsilikon ausgeführt. Hierzu beide Fliesenränder mit Kreppklebeband abkleben und eine Silikonnaht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit auftragen.
Mit einem angefeuchteten Finger wird die Naht geglättet. Hierzu etwas Spül­mittel ins Wasser geben.

Tipps & Tricks

Aufteilung

Fliesenflächen sollten nach Möglichkeit symmetrisch eingeteilt werden. Sie erhalten so ein optisch harmonisches Gesamtbild. Symmetrisch geflieste Wände haben an ihren Seiten ganze Fliesen oder gleich breite Fliesenabschnitte. Um dieses zu erreichen, ermitteln Sie zunächst die Wandmitte und schlagen ein Senklot an. Die Schnittstücke an beiden Seiten sollten größer sein als eine halbe Fliesen­breite. Bei gleicher Fliesenbreite an Wand und Boden, wird der Fugenverlauf von der Wand zum Boden beibehalten. An Außenecken wie z.B. Pfeilern beginnen Sie immer mit einer ganzen Fliese. Die Schnittstücke werden an der Innenseite verarbeitet.

Verarbeitungs-Tipps

Gut sichtbare Kanten werden entweder mit glasierten Fliesenkanten oder mit abgeschrägten Fliesenkanten ausgeführt.
Notwendige Löcher bis zu einem Ø von 90 mm können mit dem Kreisschneider und der Bohrmaschine ausgeführt werden.
Mit dem Glasschneider und einem Rundhölzchen lassen sich auch ohne Fliesenschneidemaschine gerade Schnitte herstellen.
Unregelmäßige Formen werden mit der Papageienzange herausgebrochen.
Unschöne Schnittkanten können mit einer Hartmetallfeile begradigt werden.

Werkzeuge

Fliesenhammer
Zahntraufel
Senklot
Zollstock
Bleistift
Fliesenzange
Fliesenschneider
Wasserwaage
Papageienzange